Niedersachsens Wirtschaftsminister Christian Lies hat das jüngste Sanierungspaket von Volkswagen begrüßt und es als „zukunftsfähiges Konzept“ bezeichnet. In einer ersten Reaktion nach der Zustimmung des Aufsichtsrats betonte Lies, dass schwierige Entscheidungen getroffen werden mussten, um den langfristigen Bestand des Konzerns und damit eines zentralen Wirtschaftsmotors des Bundeslandes zu sichern.
„Es war klar, dass Handlungsbedarf besteht. Die globale Konkurrenz im Automobilsektor wird härter, die Transformation hin zur Elektromobilität kostspielig“, so Lies. „Dass jetzt ein Kompromiss gefunden wurde, der soziale Verantwortung mit wirtschaftlicher Realität verbindet, ist ein wichtiger Meilenstein – nicht nur für Volkswagen, sondern für ganz Niedersachsen.“
Lies verwies darauf, dass durch den erzielten Ausgleich zwischen Vorstand, Betriebsrat und Land ein weiterer Vertrauensverlust bei Beschäftigten und Investoren verhindert worden sei. Insbesondere die Vereinbarungen zur sozialen Absicherung der betroffenen Mitarbeiter sowie die Perspektivgarantien für bestimmte Standorte seien entscheidend gewesen.
Gleichzeitig kündigte der Minister an, dass die Landesregierung gemeinsam mit Kommunen, Hochschulen und Industriepartnern verstärkt in die Qualifizierung von Fachkräften investieren werde. Ziel sei es, die regionale Wertschöpfungskette zu diversifizieren und neue Technologiefelder wie Batteriefertigung oder digitale Mobilitätslösungen in Niedersachsen anzusiedeln.
Lies mahnte jedoch zur Realität: „Niemand täusche sich – der Weg bleibt steinig. Aber mit diesem Plan haben wir die Chance, aus der Krise heraus eine moderne, nachhaltige Automobilindustrie im Nordwesten Deutschlands aufzubauen.“
Quellen: Der Tagesspiegel