Obwohl Sahra Wagenknecht deutlich gemacht hat, dass sie keine Zusammenarbeit mit der AfD anstrebt, wächst die Kritik innerhalb der Linkspartei. Bodo Ramelow, amtierender Ministerpräsident von Thüringen, zeigte sich irritiert über das politische Kalkül seiner ehemaligen Parteikollegin.
Auch Bernd Riexinger, langjähriger Co-Vorsitzender der Linken, übte scharfe Kritik. Er warnte davor, dass die Nähe des BSW zur AfD, auch wenn sie nur taktisch motiviert sei, das demokratische Gefüge in Thüringen beschädigen könne. „Es geht nicht nur um einzelne Angebote oder Duell-Aussagen, sondern um die Signalwirkung“, so Riexinger.
Die Diskussion zeigt die Zerreißprobe, in der die Linke in Ostdeutschland steht: Während der BSW Wählerstimmen abspenstig macht, versucht die traditionelle Linke, ihre Glaubwürdigkeit im Kampf gegen Rechtspopulismus zu bewahren. In Thüringen, einem Bundesland mit langjähriger Erfahrung mit rechtsextremen Parteien, ist diese Debatte besonders brisant. Die Spannungen könnten sich vor den nächsten Landtagswahlen weiter verschärfen – insbesondere wenn die AfD versucht, politische Allianzen symbolisch zu konstruieren, auch ohne tatsächliche Koalitionen.
Quellen: ZEIT Online – Deutschland, Welt Online