Linke stellt Wahlprogramm vor: „Geld muss umverteilt werden“

Die Linke in Sachsen-Anhalt bereitet sich mit einem klaren programmatischen Profil auf die bevorstehende Landtagswahl am 6. September 2026 vor. Auf einer Pressekonferenz in Halle präsentierte die Spitzenkandidatin das sogenannte „Auftaktprogramm“, ein Neun-Punkte-Papier, das soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Umverteilung in den Mittelpunkt stellt. „Das Geld muss umverteilt werden – von oben nach unten, von Reich zu Arm“, betonte sie vor Journalisten.

Zu den zentralen Forderungen gehören die Einführung einer solidarischen Vermögensabgabe, die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, bezahlbaren Wohnraum durch kommunale Bauträger und mehr Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Zudem pocht die Partei auf eine gerechtere Finanzierung der Kommunen und will Steuervergünstigungen für Konzerne abschaffen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Abgrenzung zur CDU. Vorwürfe, die Linke könne eine „fünfte Kolonne“ der Union sein, wies die Partei entschieden zurück. „Wir sind keine Stütze der CDU, sondern deren konsequente Opposition“, hieß es in Richtung des CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze. Die Linke sieht sich als Alternative für Wählerinnen und Wähler, die sich von den etablierten Parteien enttäuscht fühlen. Parallel dazu wirbt auch die AOK-Landeschefin für mehr soziale Absicherung – ein Thema, das zunehmend in den Vordergrund rückt.

Mit dem Wahl-O-Mat, der mittlerweile online ist, können Bürgerinnen und Bürger bereits prüfen, welche Partei ihren Ansichten am nächsten kommt – ein Indiz dafür, dass der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt in die heiße Phase geht.

Quellen: Welt Online, FAZ Online, T-Online Nachrichten