Lübeck feiert 125 Jahre ‚Buddenbrooks‘ mit großem Kulturprogramm

Die Stadt Lübeck feiert in diesem Jahr ein herausragendes literarisches Jubiläum: Vor 125 Jahren, am 6. September 1901, erschien Thomas Manns epischer Roman „Buddenbrooks“, der später mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Das Werk, das den Niedergang einer Lübecker Kaufmannsfamilie über vier Generationen erzählt, gilt als Meilenstein der deutschen Literatur und machte seinen Autor weltberühmt. Anlässlich des Jubiläums veranstaltet Lübeck eine Reihe von kulturellen Aktionen, Lesungen, Theateraufführungen und Ausstellungen, um das Erbe Thomas Manns und die Bedeutung des Romans für die Stadtgeschichte zu würdigen.

Ein Schwerpunkt der Feierlichkeiten liegt auf dem historischen Buddenbrookhaus am Mengstraße 4, dem ehemaligen Wohnsitz der Familie Mann und heute ein literaturwissenschaftliches Zentrum. Dort finden Sonderführungen, thematische Vorträge und multimediale Installationen statt, die Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Romans geben. Auch Schulen und Kultureinrichtungen beteiligen sich mit Projekten, in denen Schülerinnen und Schüler Textpassagen neu interpretieren oder zeitgenössische Bezüge herstellen.

Die Lübecker Kulturverwaltung betont, dass das Jubiläum nicht nur literarische Bedeutung habe, sondern auch den Blick auf die historische Identität der Hansestadt lenke. „Die Buddenbrooks sind mehr als ein Roman – sie sind ein Spiegel der Lübecker Bürgergesellschaft zur Jahrhundertwende“, so eine Sprecherin. Auch über die Stadtgrenzen hinaus wird das Ereignis beachtet: Die Deutsche Post hat eine Sonderbriefmarke herausgegeben, und der NDR produziert eine Dokumentation über das literarische Erbe Schleswig-Holsteins.

Quellen: Der Tagesspiegel