Am Flughafen München hebt ein neuer Ansatz zur Effizienzsteigerung im Luftverkehr ab: Die Lufthansa setzt erstmals Maschinen mit sogenannter Aeroshark-Technologie auf der Strecke zwischen München und Hamburg ein. Die spezielle Oberflächenstruktur, angebracht an Rumpf und Tragflächen, orientiert sich an der Haut von Haien und reduziert den Luftwiderstand – mit dem Ziel, den Kraftstoffverbrauch um bis zu zwei Prozent zu senken.
Diese Innovation kommt zu einem Zeitpunkt, da die Luftfahrtbranche verstärkt unter Druck steht, ihre Klimabilanz zu verbessern. Laut Lufthansa spart allein jedes Flugzeug mit dieser Technik jährlich mehrere Tonnen Kerosin und Hunderte Tonnen CO₂ ein. Obwohl der Effekt pro Flug gering erscheint, rechnet das Unternehmen mit signifikanten Einsparungen im Langstreckenbetrieb – besonders bei häufig beflogenen Routen wie der Verbindung zwischen Bayerns Hauptstadt und der Hansestadt.
Die Nachrüstung erfolgt schrittweise am Standort München, wo die technische Infrastruktur dafür bereitsteht. Experten sehen in solchen Mikroinnovationen einen wichtigen Baustein für eine klimafreundlichere Luftfahrt. Auch andere europäische Airlines beobachten das Projekt aufmerksam. Für Bayern als Wirtschaftsstandort mit starkem Luftfahrtsektor könnte dies ein Signal für weitere grüne Technologien am Boden und in der Luft sein.
Quellen: FAZ Online