Magdeburger gedenken der in Riga ermordeten Juden

Am 19. Juli 1941 begann in Riga der systematische Massenmord an der jüdischen Bevölkerung durch NS-Truppen. Zum 85. Jahrestag erinnern Städte aus ganz Deutschland, darunter auch Magdeburg, an die schrecklichen Verbrechen. Das internationale Riga-Komitee, dem mittlerweile 80 Städte angehören, setzt sich dafür ein, dass die Opfer nicht vergessen werden.

Magdeburg ist seit Jahren aktives Mitglied des Komitees und beteiligt sich regelmäßig an Gedenkveranstaltungen, Bildungsprojekten und Austauschprogrammen mit Überlebenden und deren Nachkommen. Besonders wichtig sei die Vermittlung an jüngere Generationen, betonten Vertreter der Stadtgesellschaft. Schulprojekte und Ausstellungen sollen auch in Zukunft das historische Bewusstsein stärken.

Die Gedenkarbeit erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lettischen Partnerorganisationen. Neben der Erinnerung an die Opfer steht auch die Auseinandersetzung mit der Tätergeschichte im Fokus. Die Mitglieder des Riga-Komitees sehen ihre Aufgabe darin, historische Verantwortung wachzuhalten – gerade in einer Zeit, in der extremistische Tendenzen erneut an Bedeutung gewinnen.

Quellen: MDR – Nachrichten