Die noch amtierende Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat angekündigt, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen deutlich zu stärken. Hintergrund ist die zunehmende Bedeutung von Social-Media-Plattformen im Alltag junger Menschen sowie die damit verbundenen Risiken wie Cybermobbing, Falschinformationen und Datenmissbrauch.
Geplant sind flächendeckende Bildungsprogramme, die bereits in der Grundschule beginnen und bis in die Sekundarstufe II reichen. Lehrkräfte sollen fortgebildet werden, um Medienbildung fächerübergreifend verankern zu können. Zudem sollen Kooperationen mit Medienzentren, Jugendeinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen ausgebaut werden, um praxisnahe Angebote zu schaffen.
„Digitale Teilhabe muss mit kritischem Bewusstsein einhergehen“, so die zuständige Ministerin. „Es geht nicht darum, Technik zu verteufeln, sondern junge Menschen zu befähigen, verantwortungsvoll und sicher im Netz zu agieren.“ Die Maßnahmen sollen in enger Abstimmung mit Elternverbänden und pädagogischen Fachstellen entwickelt werden.
Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern bevorstehen. Die Medienbildung könnte daher auch ein Thema im Wahlkampf werden. Unabhängig von der künftigen Regierungskonstellation soll das Vorhaben fortgeführt werden, da es breite Unterstützung in Parlament und Bildungsexpertengremien genießt.
Quellen: heise online