In Berlin-Friedrichshain hat am Dienstag die Räumung einer langjährig leerstehenden Hotelanlage begonnen. Die beiden Gebäude an der Ringbahnstraße standen seit Jahren leer, verfielen zunehmend und wurden zum Auffangpunkt für illegale Besetzer. Der Hinterhof hatte sich zu einer riesigen Müllhalde entwickelt, die Anwohnerinnen und Anwohner beklagten hygienische Missstände und Sicherheitsrisiken.
Nach monatelangen Vorbereitungen hat der Eigentümer nun mit Unterstützung von Ordnungsamt und Polizei die Räumung eingeleitet. Bewohner, die ohne rechtliche Grundlage in den Gebäuden lebten, wurden zuvor aufgefordert, das Gelände freiwillig zu verlassen. Wer verblieb, wurde zwangsweise entfernt. Die Behörden beschlagnahmten lose Elektrokabel, Feuerstellen und persönliche Gegenstände, um Brand- und Gesundheitsgefahren zu minimieren.
Das Areal gilt als eines der letzten brachliegenden Flächen in der attraktiven Lage nahe dem Boxhagener Platz. Nach der vollständigen Räumung soll die Hotelanlage abgerissen und durch einen neuen Wohnkomplex ersetzt werden. Bezirksamt und Stadtplaner hoffen, dass die Maßnahme zur Aufwertung des Viertels beiträgt – auch wenn Kritiker befürchten, dass solche Projekte zur weiteren Gentrifizierung führen könnten.
Quellen: Der Tagesspiegel