München: LKA ermittelt nach gescheitertem Brandanschlag auf Rüstungsfirmen

Im Münchner Stadtteil Berg am Laim ist in der Nacht zum Mittwoch ein Brandanschlag auf mehrere Rüstungsunternehmen vereitelt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden Brandsätze aus einem fahrenden Auto auf Gelände der Firmen Rohde & Schwarz sowie Helsing geworfen. Die Sprengsätze zündeten jedoch nicht oder erloschen schnell – niemand wurde verletzt, Sachschaden blieb begrenzt.

Unmittelbar nach dem Vorfall nahmen Beamte zwei mutmaßliche Täter in der Nähe des Tatorts fest. Die Ermittlungen wurden umgehend an das Landeskriminalamt (LKA) Bayern übergeben, das nun aufgrund der möglichen politischen Dimension des Angriffs ermittelt. Ein Sprecher des LKA bestätigte, dass ein Zusammenhang mit extremistischen Strömungen oder internationalen Spannungen geprüft werde.

Die Angriffe erfolgten gegen Unternehmen, die im Bereich militärischer Kommunikationstechnik und Drohnensysteme tätig sind – ein Umstand, der die Spekulationen über ein gezieltes Vorgehen gegen kritische Infrastruktur schürt. Bereits in den vergangenen Wochen häuften sich verdächtige Vorfälle in München, darunter Drohnenflüge über militärischen Einrichtungen und Flughäfen.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, ZEIT Online