Nach Hürtgenwald-Brand: NRW verbessert Waldbrandprävention im Forst

Der verheerende Waldbrand im Hürtgenwald bleibt eine Zäsur für die Forstpolitik in Nordrhein-Westfalen. Als bislang größter Brand in der Landesgeschichte zerstörte das Feuer Hunderte Hektar Wald und brachte die Grenzen der bestehenden Brandschutzsysteme ans Licht. Nun leitet das Land konkrete Maßnahmen ein, um die Wälder künftig widerstandsfähiger gegen extreme Trockenheit und Feuergefahr zu machen.

Zu den geplanten Verbesserungen gehören der Ausbau eines flächendeckenden Frühwarnsystems mit Drohnen und Sensoren, die Schaffung von brandbremsenden Schneisen sowie die Modernisierung der Zugangswege für Feuerwehrfahrzeuge. Zudem wird verstärkt auf waldtypgerechte Aufforstung gesetzt – mit mehr Mischwäldern statt monotoner Nadelbestände, die besonders entflammbar sind.

„Wir müssen lernen, mit dem Klimawandel auch im Waldmanagement umzugehen“, sagte ein Sprecher des zuständigen Ministeriums. „Dazu gehört nicht nur schnelleres Eingreifen, sondern auch langfristige Resilienz.“ Auch Kommunen und Freiwilligenfeuerwehren werden stärker in die Präventionsarbeit eingebunden. Gleichzeitig wird über Notfallpläne für angrenzende Ortschaften diskutiert, da Rauchentwicklung und Evakuierungen bei solchen Ereignissen enorme Herausforderungen darstellen.

Die Maßnahmen sollen schrittweise bis 2028 umgesetzt werden. Finanziert wird das Programm aus dem Landeshaushalt sowie mit Fördermitteln des Bundes. Die Erfahrungen aus dem Hürtgenwald-Brand gelten dabei als wegweisend für andere Bundesländer mit vergleichbaren Risiken.

Quellen: Welt Online