Nächste Geburtsklinik in Brandenburg schließt: Immanuel-Klinik Bernau beendet Geburtshilfe

Das Immanuel-Klinikum in Bernau bei Berlin wird zum 1. Oktober 2026 die Geburtshilfe einstellen. Damit verliert die Region eine wichtige medizinische Versorgungseinrichtung, die jahrelang als verlässlicher Anker für werdende Eltern galt. Die Entscheidung begründet das Klinikum mit nachlassenden Geburtenzahlen und einem zunehmenden Mangel an Fachpersonal – Entwicklungen, die auch andere ländliche Regionen Brandenburgs betreffen.

Die Schließung des Kreißsaals wirft bereits jetzt Fragen zur zukünftigen medizinischen Versorgung im Barnim-Ring auf. Schwangere müssen künftig auf Geburtskliniken in Potsdam, Berlin oder Eberswalde ausweichen, was gerade bei Notfällen kritisch sein könnte. Die Landesregierung hatte zuletzt immer wieder betont, dass sie strukturelle Maßnahmen zur Stabilisierung der Geburtshilfe in Brandenburg prüfe, doch konkrete Gegenmaßnahmen blieben bislang aus.

Die Schließung in Bernau ist Teil eines landesweiten Trends. Bereits in den vergangenen Jahren mussten mehrere Geburtsstationen in Brandenburg schließen, darunter in Fürstenwalde und Cottbus. Expert:innen warnen vor einer Verschärfung der medizinischen Unterversorgung, insbesondere im ländlichen Raum. Die Klinikleitung hofft, dass die bestehenden Fachkräfte durch die Umstrukturierung entlastet werden können, während gleichzeitig nach Alternativen für eine bedarfsgerechte Geburtshilfe im Nordosten Brandenburgs gesucht wird.

Quellen: Der Tagesspiegel