Nationale Tagung zur Nibelungensage im Bonner Landesmuseum

Im Bonner Landesmuseum des Landschaftsverbandes Rheinland startet heute eine interdisziplinäre Tagung zur Rezeption der Nibelungensage in der Kulturgeschichte. Wissenschaftlerinnen und Kulturwissenschaftler aus ganz Deutschland diskutieren, wie die mittelalterliche Sage über Generationen hinweg in verschiedenen Medien rezipiert wurde – von historischen Lithografien bis hin zu modernen Social-Media-Clips.

Die Veranstaltung beleuchtet, wie die Mythenbildung um Siegfried, Kriemhild und den Nibelungenhort bis heute wirkt. Besonderes Augenmerk liegt auf der Transformation der Erzählung in populäre Formate: So werden beispielsweise TikTok-Videos oder Memes analysiert, die Motive der Sage aufgreifen und für jüngere Zielgruppen neu verhandeln. Auch politische Instrumentalisierungen der Sage in der Geschichte werden thematisiert.

Das Bonner Landesmuseum, das sich als zentrale kulturelle Institution in Nordrhein-Westfalen versteht, sieht in der Veranstaltung eine Chance, alte Stoffe in einen zeitgemäßen Dialog zu bringen. Die Tagung wird von Expertinnen aus Literaturwissenschaft, Mediengeschichte und Digitalkultur begleitet und soll zukünftige Ausstellungsprojekte des Museums mitprägen.

Quellen: FAZ Online