Neue Pflegeeinrichtung für Suchtkranke in Frankfurt geplant

In Frankfurt wächst die Nachfrage nach professioneller Unterstützung für suchtkranke Menschen – und die Integrative Drogenhilfe reagiert. Der gemeinnützige Verein, der seit 40 Jahren Überlebens- und Ausstiegshilfe für Drogenabhängige anbietet, plant den Ausbau durch eine neue Pflegeeinrichtung. Das Projekt zielt darauf ab, medizinische, psychosoziale und soziale Betreuung unter einem Dach zu bündeln und Betroffenen langfristige Perspektiven zu eröffnen.

„Die Herausforderungen haben sich verschärft – sowohl bei der Zahl der Betroffenen als auch bei der Komplexität ihrer Lebenslagen“, erklärt eine Sprecherin des Vereins. Viele suchtkranke Menschen leiden nicht nur unter Abhängigkeit, sondern auch unter psychischen Erkrankungen, Wohnungslosigkeit oder sozialer Isolation. Die geplante Einrichtung soll genau hier ansetzen und eine ganzheitliche Versorgung ermöglichen.

Die neuen Kapazitäten sollen sowohl für kurzfristige Kriseninterventionen als auch für langfristige Rehabilitationsprozesse genutzt werden. Der Verein sucht derzeit geeignete Standorte und fördert den Dialog mit der Stadtverwaltung sowie Anwohnenden. Ziel sei es, stigmatisierende Vorurteile abzubauen und die Einrichtung als integralen Bestandteil der sozialen Infrastruktur Frankfurts zu etablieren. Mit dem Ausbau unterstreicht die Drogenhilfe ihre Rolle als zentraler Akteur in der sozialen Stadtentwicklung.

Quellen: FAZ Online