Die Ermittlungen zu wiederholten Angriffen auf Umspannwerke in Nordrhein-Westfalen haben eine beunruhigende Wendung genommen. Bei der Durchsuchung eines Wohnmobils, das einem mutmaßlichen Saboteur gehört, haben Spezialkräfte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Wie aus Ermittlerkreisen bekannt wurde, enthielt das Fahrzeug detaillierte Notizen mit mehr als 160 potenziellen Zielen, darunter zahlreiche kritische Infrastrukturen im Stromnetz.
Besonders alarmierend ist die Entdeckung von mehr als 40 Abschussvorrichtungen für Raketen, die allein in NRW gefunden wurden. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um eine gezielte Kampagne gegen die Energieversorgung handeln könnte. Die Polizei und der Verfassungsschutz arbeiten eng zusammen, um mögliche Hintermänner und Netzwerke zu identifizieren. Der Verdächtige befindet sich in Untersuchungshaft, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Die Landesregierung in Düsseldorf hat eine Krisensitzung einberufen, um die Sicherheit der kritischen Infrastruktur zu überprüfen. Innenministerin Nancy Faeser (SPD) betonte, dass der Schutz von Stromnetzen höchste Priorität habe. „Solche Anschläge gefährden nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern auch die öffentliche Ordnung“, so Faeser. Experten warnen vor möglichen Kettenreaktionen, falls weitere Anlagen angegriffen würden.
Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen