Zwei Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums in Potsdam sind von ihrer Schule genommen worden, nachdem bekannt wurde, dass sie Mitschülerinnen heimlich und an intimen Stellen fotografiert haben sollen. Die Vorfälle lösten große Bestürzung unter Lehrkräften, Eltern und Schülern aus und führten zu umgehenden disziplinarischen Maßnahmen.
Wie aus offiziellen Kreisen verlautete, wurden die betroffenen Jugendlichen nicht mehr am Unterricht teilnehmen. Die Schulleitung bestätigte, dass die beiden Schüler das Gymnasium verlassen haben, ohne Details zur rechtlichen oder organisatorischen Form des Ausschlusses zu nennen. Die Polizei und die zuständigen Jugendbehörden seien informiert worden.
Die Schule kündigte an, zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Schüler einzuführen. Dazu gehören verstärkte Aufklärung über Datenschutz und sexuelle Selbstbestimmung sowie Sensibilisierungsworkshops für alle Klassenstufen. Auch die Einrichtung einer anonymen Meldestelle für ähnliche Vorfälle wird geprüft.
Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Problematik von digitaler Gewalt und Voyeurismus an Schulen. Bildungsexpert:innen betonen, dass solche Taten nicht nur rechtlich strafbar sind, sondern auch tiefgreifende psychische Folgen für die Betroffenen haben können. Die Landeshauptstadt Potsdam unterstützt die Schule bei der Umsetzung der neuen Schutzkonzepte.
Das Hannah-Arendt-Gymnasium betont, dass der Schutz aller Schüler:innen oberste Priorität habe und dass strukturelle Verbesserungen kontinuierlich vorangetrieben würden, um ein sicheres Lernumfeld zu gewährleisten.
Quellen: Der Tagesspiegel