Am frühen Donnerstagmorgen haben mehrere Pro-Palästina-Aktivisten vor der Berliner Niederlassung des Rüstungsunternehmens Rheinmetall in Gesundbrunnen eine Protestaktion gestartet. Die Demonstranten klebten sich auf dem Gehweg vor dem Firmensitz fest, um gegen die Lieferung deutscher Waffen in Konfliktgebiete zu protestieren. Die Polizei rückte mit mehreren Einsatzkräften an und leitete Maßnahmen zur Räumung der Blockade ein.
Die Aktion ist Teil einer landesweiten Protestwelle gegen Rüstungsexporte, insbesondere in den Kontext des Gaza-Konflikts. Die Aktivisten werfen Unternehmen wie Rheinmetall vor, durch ihre Lieferungen indirekt an Menschenrechtsverletzungen beteiligt zu sein. Ähnliche Proteste hatten in den vergangenen Monaten bereits an anderen Standorten des Konzerns stattgefunden.
Die Polizei bestätigte, dass es zu keiner gewaltsamen Eskalation kam. Die festgeklebten Personen wurden nach etwa zwei Stunden vorsichtig von der Straße gelöst und vorübergehend in Gewahrsam genommen. Gegen sie wird nun wegen Hausfriedensbruchs ermittelt. Rheinmetall betonte in einer Stellungnahme, dass das Unternehmen alle Exportlizenzen streng nach deutschem Recht und internationalen Vorgaben einhalte.
Quellen: Der Tagesspiegel