An einer Privatschule im baden-württembergischen Stadtgebiet hat sich ein besorgniserregender Vorfall rassistischer Gesänge ereignet. Schüler sangen das rechtsextreme Lied „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“, wobei laut Berichten auch Kinder mit Migrationshintergrund in den Chor einstimmten. Das Ereignis, das sich in den Pausenräumen des Schulgeländes abspielte, wurde von mehreren Lehrkräften bemerkt und dokumentiert.
Die Schulleitung hat den Vorfall an die zuständigen Bildungsbehörden gemeldet. Inzwischen hat Kultusminister Manuel Hagel (CDU) Stellung genommen und betont, dass solche Äußerungen im schulischen Umfeld inakzeptabel seien. Er kündigte an, eine verpflichtende Meldepflicht für rassistische Vorfälle an allen Schulen des Landes zu prüfen, unabhängig davon, ob es sich um öffentliche oder private Einrichtungen handelt.
„Bildungseinrichtungen müssen Orte des Respekts und der Toleranz sein“, so Hagel. Die Prüfung umfasse auch rechtliche und organisatorische Aspekte, um eine frühzeitige Intervention bei extremistischen Tendenzen zu ermöglichen. Die Landeszentrale für politische Bildung wird zudem an die betroffene Schule entsandt, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Experten warnen vor der Verharmlosung solcher Vorfälle, insbesondere wenn Kinder mit Migrationshintergrund beteiligt seien – dies könne auf psychologische Druckmechanismen oder Identitätskonflikte hinweisen.
Quellen: FAZ Online