Rave the Planet in Berlin: Technoparade gedenkt CSD-Opfer und trotzt Hitze

Tausende Technofans haben am Samstag in Berlin die Großveranstaltung „Rave the Planet“ gefeiert – die erste große Parade in der Innenstadt seit dem Terroranschlag auf den Christopher Street Day vor drei Wochen. Zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule verwandelte sich der Tiergarten in eine pulsierende Meile aus Bässen, Licht und Lebensfreude. Die Stimmung war dabei von Resilienz und Trauer geprägt: Die Veranstaltung begann mit einer Schweigeminute für die Opfer des CSD-Anschlags.

Die Polizei unterstützte die Party mit umfangreichen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen. Um die Hitze zu mildern, wurde sogar ein Wasserwerfer eingesetzt – allerdings nicht zur Kontrolle von Demonstranten, sondern zur Abkühlung der tanzenden Menge. „Wir wollen, dass alle sicher und cool bleiben – im wörtlichen und übertragenen Sinne“, sagte ein Polizeisprecher. Medizinische Teams waren im Dauereinsatz, um Hitzeschläge und Dehydrierung zu verhindern.

Die Veranstalter betonten, dass „Rave the Planet“ mehr sei als eine Party: ein politisches Statement für Freiheit, Vielfalt und Widerstand gegen Hass. Der Bundespräsident hatte am selben Tag in einer Rede die Sicherheit queerer Menschen in Deutschland gefordert – ein Appell, der angesichts der jüngsten Ereignisse besondere Dringlichkeit erlangt hat. Die Mischung aus Trauer, Techno und Zivilcourage machte die Parade zu einem emotionalen Meilenstein im Sommer 2026.

Quellen: ZDF Heute – Nachrichten, Spiegel Online – Schlagzeilen, FAZ Online