RKI schätzt Zahl der Hitzetoten in Hessen auf über 2.190

Die extreme Hitzewelle, die Deutschland im Sommer 2026 erfasst hat, fordert in Hessen verheerende Opferzahlen. Laut aktuellen Hochrechnungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) könnten bis Mitte August mindestens 2.190 Todesfälle auf die langanhaltenden Rekordtemperaturen zurückzuführen sein. Diese Zahl liegt weit über den jährlichen Durchschnittswerten der Hitzetoten seit 2016 und markiert einen traurigen Rekord für das Bundesland.

Insbesondere ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen gelten als besonders gefährdet. In Großstädten wie Frankfurt am Main, Wiesbaden und Kassel wirkte sich die sogenannte städtische Wärmeinsel verstärkt aus, da Betonflächen und dichte Bebauung die Abkühlung in den Nächten verhindern. Gesundheitsämter berichteten von überlasteten Notdiensten und einem Anstieg hitzebedingter Krankenhausaufenthalte.

Experten warnen vor weiteren Extremwetterereignissen infolge des Klimawandels. Die hessische Landesregierung kündigte an, Notfallpläne für Hitzewellen zu überarbeiten und stärker auf präventive Maßnahmen wie grüne Infrastruktur, Kühlzentren und Warnsysteme zu setzen. Auch Kommunen sollen verpflichtet werden, Hitzeschutzkonzepte für vulnerable Gruppen zu entwickeln.

Quellen: FAZ Online