Sachsen-Anhalt rüstet Waldbrandzentrale in Annaburg mit KI und Kameras auf

Sachsen-Anhalt bereitet sich mit modernster Technologie auf die zunehmende Gefahr von Waldbränden vor. Die Waldbrandzentrale in Annaburg im Landkreis Wittenberg wird mit neuen Kameratürmen und einem KI-gestützten Überwachungssystem ausgestattet. Diese Technologie ermöglicht eine rund um die Uhr laufende, automatisierte Erkennung von Rauchentwicklungen und Hitzesignaturen – noch bevor Flammen sichtbar werden.

Die neuen Systeme sollen Brände innerhalb von Minuten identifizieren und so entscheidende Sekunden bei der Alarmierung retten. Laut Experten kann dies den Unterschied zwischen einer lokal begrenzten Rauchentwicklung und einem Großbrand ausmachen. Das Projekt ist Teil einer länderübergreifenden Kooperation mit Brandenburg und Sachsen, um Waldschutz effizienter zu gestalten.

„Schnelle Erkennung schützt nicht nur den Wald, sondern auch Menschenleben und Einsatzkräfte“, betonte ein Sprecher der Zentrale. Die neuen Kameras haben Sichtweiten von bis zu 20 Kilometern und arbeiten auch bei Nebel oder Dämmerung zuverlässig. Die KI analysiert die Bilder in Echtzeit und filtert Fehlalarme wie Staubwolken oder Dampf aus.

Die Investition in Annaburg gilt als Modellprojekt für den bundesweiten Waldbrandschutz. Angesichts der zunehmenden Trockenheit und Hitzewellen in den Sommermonaten wird präventive Technik immer wichtiger. Die Behörden rechnen damit, dass das System bereits in der kommenden Vegetationsperiode voll operational ist.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 22.07.2026 08:43)