Sanierung des Lottenhofs in Potsdam beginnt: Baugenehmigung erteilt

Ein Meilenstein für den Denkmalschutz in Potsdam ist erreicht: Die Sanierung des Lottenhofs, eines markanten Gebäudes im Stil der Ostmoderne, kann nun offiziell beginnen. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde hat die Baugenehmigung erteilt, wie die Landeshauptstadt am Freitagnachmittag bekanntgab. Das Ensemble liegt direkt am Rande des UNESCO-Welterbegebiets Sanssouci und gilt als bedeutendes Beispiel ostdeutscher Architektur der Nachkriegszeit.

Jahrelang stand das Gebäude leer und verfiel zunehmend. Doch dank des Engagements einer Bürgerinitiative sowie finanzieller Unterstützung durch das Bund-Länder-Programm zur Stärkung des kulturellen Erbes konnte das Projekt vorangebracht werden. Insgesamt fließen mehrere Millionen Euro aus Bundesmitteln, um das Gebäude statisch zu sanieren, energetisch zu modernisieren und es langfristig nutzbar zu machen – möglicherweise als Kultur- oder Bildungsstätte.

Schutz der architektonischen Identität

Bei der Sanierung wird besonderer Wert darauf gelegt, die charakteristischen Merkmale der DDR-Architektur zu bewahren. Dazu gehören großformatige Fensterfronten, filigrane Betonstrukturen und die typische räumliche Offenheit. „Der Lottenhof ist kein bloßes Relikt, sondern ein lebendiger Teil unserer Stadtgeschichte“, betonte eine Sprecherin der Stadtverwaltung.

Die Baumaßnahmen sollen schrittweise erfolgen, um Umweltbelastungen und Lärmbelästigungen für Anwohner zu minimieren. Mit Fertigstellung wird in den kommenden Jahren gerechnet. Der Lottenhof könnte dann nicht nur architektonisch, sondern auch gesellschaftlich neue Impulse setzen – als Ort des Austauschs, der Erinnerung und der Zukunft.

Quellen: Der Tagesspiegel