Schülerproteste in Potsdam: Keine Ampel am Oberstufenzentrum ‚Johanna Just‘

Schülerinnen und Schüler des Oberstufenzentrums „Johanna Just“ in Potsdam kämpfen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Vor dem Schulgebäude herrscht regelmäßig ein dichter Verkehrsfluss, insbesondere morgens während der Rushhour. Fußgänger müssen hier eine stark befahrene Straße überqueren – ohne Ampelanlage oder Zebrastreifen. Mehrere Petitionen und Gespräche mit der Stadtverwaltung blieben bislang erfolglos.

Die Potsdamer Stadtverwaltung begründet ihre Ablehnung mit fehlenden Haushaltsmitteln und einer nicht ausreichenden Gefährdungslage, um eine Ampel zu rechtfertigen. „Nach aktueller Gefährdungsanalyse besteht kein verkehrssicherheitsrelevanter Handlungsbedarf“, heißt es offiziell. Diese Einschätzung teilen die Schüler jedoch nicht. Sie berichten von gefährlichen Situationen, in denen sie nur knapp von Fahrzeugen erfasst wurden.

Eltern und Lehrkräfte unterstützen die Forderungen der Jugendlichen und warnen vor möglichen Unfällen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem schweren Vorfall kommt“, sagte eine Lehrerin gegenüber lokalen Medien. Inzwischen erwägen die Schüler juristische Schritte sowie eine breiter angelegte Öffentlichkeitskampagne, um Druck auf die Stadt zu erhöhen. Das Thema wirft erneut die Frage auf, wie Prioritäten im städtischen Verkehrsausbau gesetzt werden – besonders an Bildungseinrichtungen.

Quellen: Der Tagesspiegel