Schüsse auf Autofahrer in Berlin-Tempelhof: Mercedes-Fahrer schwer verletzt, Unfall folgt

In der Nacht zu Sonntag ereignete sich in Berlin-Tempelhof ein schwerer Vorfall, der nach aktuellem Ermittlungsstand als versuchter Tötungsdelikt eingestuft wird. Ein 38-jähriger Mann, der mit einem Mercedes unterwegs war, wurde laut Polizei durch einen Schuss aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug durch die Frontscheibe getroffen. Der Projektiltrümmer traf den Fahrer im Brustbereich, wodurch er schwere Verletzungen erlitt. Obwohl er noch einige Meter weiterfuhr, verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug und kollidierte mit einem Straßenbaum.

Die alarmierte Polizei fand den schwer verletzten Mann bewusstlos im Fahrzeug sitzend. Er wurde notoperiert und befindet sich derzeit in kritischem, aber stabilem Zustand. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugenhinweise deuten darauf hin, dass mindestens zwei dunkle Fahrzeuge an dem Vorfall beteiligt waren. Die Tat steht möglicherweise im Zusammenhang mit einem ähnlichen Vorfall am Vortag, bei dem ein Passant in Neukölln ebenfalls aus einem fahrenden Auto heraus beschossen wurde. Die Hintergründe der Angriffe sind bislang unklar, die Ermittler prüfen mehrere Motivlagen, darunter organisierte Kriminalität oder eine gezielte Racheaktion.

Die Tat sorgt in der Berliner Bevölkerung für Unbehagen, da Schießereien dieser Art in der Hauptstadt zuletzt selten waren. Die Polizei hat die Fahndung nach den Tätern aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. In Tempelhof wurde in den letzten Wochen bereits mehrfach über bewaffnete Auseinandersetzungen berichtet, was auf eine mögliche Zunahme gewalttätiger Straftaten hindeutet.

Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online