Schwerer Unfall in Lübeck: Vierjähriger durch Chemie-Explosion verletzt

Ein schwerer Zwischenfall hat sich am Donnerstagvormittag in einem Park in Lübeck ereignet: Ein vierjähriges Kind erlitt schwere Hautverletzungen, nachdem es mit einer ätzenden Flüssigkeit in Berührung kam. Die Polizei geht davon aus, dass die Substanz im Zuge eines Experiments durch drei Jugendliche freigesetzt wurde, die an einer Skate-Rampe im Stadtteil St. Jürgen eine kleine Explosion ausgelöst hatten.

Zeugenaussagen zufolge hatten die drei Jugendlichen, deren Identität noch nicht bekannt ist, offenbar chemische Substanzen gemischt, was zu einer plötzlichen Reaktion führte. Dabei entstand eine ätzende Flüssigkeit, die an der Rampe zurückblieb. Wenig später kam das kleine Kind dort zu Fall und berührte die gefährliche Substanz mit bloßer Haut. Rettungskräfte brachten das Kind umgehend in eine Spezialklinik, wo es derzeit behandelt wird. Lebensgefahr besteht nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Die Polizei Lübeck hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht dringend Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise auf die drei flüchtigen Jugendlichen geben können. Der betroffene Bereich wurde vorübergehend abgesperrt, um die Hinterlassenschaften zu sichern und eine Gefährdung weiterer Besucher zu verhindern. Experten der Feuerwehr führten eine Reinigung der Stelle durch.

Die Stadt Lübeck warnt vor Experimenten mit unbekannten Chemikalien in öffentlichen Räumen und betont die besondere Verantwortung von Jugendlichen und Eltern. Auch Schulen und Jugendzentren sollen künftig stärker über die Gefahren solcher Aktionen aufgeklärt werden.

Quellen: Welt Online