Der mutmaßliche Täter des blutigen Sechsfachmords in Stade hat sich nach offiziellen Angaben im Gefängnis das Leben genommen. Der 45-Jährige wurde laut Mitteilung des niedersächsischen Justizministeriums leblos in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde aufgefunden. Ein Mitarbeiter der Anstalt habe den Mann am Morgen nicht ansprechbar vorgefunden und sofort Rettungskräfte alarmiert. Für eine Reanimation kam jedoch zu spät.
Der Mann war dringend verdächtigt worden, sechs Menschen in der niedersächsischen Stadt Stade erschossen zu haben. Die Tat hatte bundesweite Bestürzung ausgelöst und Fragen zur Sicherheit in ländlichen Regionen aufgeworfen. Nach Ermittlungsstand soll der Täter alle Opfer gezielt und in unmittelbarem Zusammenhang mit einer persönlichen Fehde angegriffen haben. Die Opfer – darunter Familienangehörige und Bekannte – wurden an mehreren Orten in und um Stade aufgefunden.
Die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigte, dass die Ermittlungen nun mangels eines angeklagten Täters eingestellt werden müssen. Dennoch sollen Hintergründe und mögliche Tatmotive weiter aufgearbeitet werden. Die Justizbehörden kündigten eine interne Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen in der JVA Bremervörde an, da unklar ist, wie der Inhaftierte trotz Beobachtung zu Selbstverletzung fähig war.
Die Stadt Stade gedenkt den Opfern mit einer Schweigeminute am Rathaus. Angehörige und die Bevölkerung drücken ihre Trauer über das dramatische Ende des Falls aus. Psychologische Betreuung wird an mehreren Orten im Landkreis angeboten. Die Tat und ihr unerwartetes juristisches Ende hinterlassen tiefe Spuren in der Gemeinschaft.
Quellen: Welt Online