Der Berliner Senat hat neue Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Stromnetz-Infrastruktur vorgestellt. Hintergrund ist ein Anschlag vom September 2025, bei dem ein Strommast im Südosten der Stadt gezielt beschädigt wurde. Dies führte zu einem großflächigen Stromausfall, der Tausende Haushalte und mehrere Betriebe betraf. Seitdem wurde die betroffene Anlage umfassend gesichert und das Schutzkonzept auf alle kritischen Knotenpunkte des Netzes ausgeweitet.
Zu den neuen Maßnahmen gehören verstärkte Videoüberwachung, physische Schutzeinrichtungen wie Zäune und Betonbarrieren sowie eine engere Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz. Zudem werden kritische Infrastrukturstandorte künftig regelmäßig von mobilen Sicherheitsteams kontrolliert. Auch die Digitalisierung der Netzüberwachung wird beschleunigt, um Störungen schneller erkennen und eingrenzen zu können.
Der Vorfall hatte bundesweite Aufmerksamkeit erregt und die Anfälligkeit kritischer Infrastrukturen offenbart. Der zuständige Senator betonte, dass Berlin nun „einer der sichersten Standorte für Energieinfrastruktur in Deutschland“ werden solle. Die Maßnahmen sollen bis Ende 2026 flächendeckend umgesetzt sein. Gleichzeitig ruft die Verwaltung die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Aktivitäten in der Nähe von Stromanlagen sofort zu melden.
Quellen: Der Tagesspiegel