Ein kleiner, aber symbolträchtiger Schritt für die Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt: Reimportierte Simson-Motorräder aus der ehemaligen DDR-Produktion dürfen ab sofort auf öffentlichen Straßen bis zu 60 km/h fahren. Bisher galten für diese Fahrzeuge strenge Geschwindigkeitsbegrenzungen von maximal 45 km/h, was oft zu Problemen im Straßenverkehr führte.
Die neue Regelung wurde vom zuständigen Verkehrsministerium in Magdeburg auf Basis aktueller Sicherheitsprüfungen und technischer Gutachten beschlossen. „Die modernisierten Reimporte erfüllen inzwischen viele Anforderungen des heutigen Straßenverkehrs“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. „Es ist daher sinnvoll, sie stufenweise an aktuelle Geschwindigkeitsniveaus anzupassen.“
Voraussetzung für die Erhöhung ist eine offizielle TÜV-Prüfung, die nachweist, dass Bremsen, Beleuchtung und Fahrwerk den heutigen Standards entsprechen. Zudem müssen Fahrer eine spezielle Fahrerlaubnisklasse (AM oder A1) besitzen. Die Regelung gilt zunächst als Pilotprojekt für drei Jahre und könnte dann auf andere ostdeutsche Bundesländer ausgeweitet werden.
Bei Enthusiasten stößt die Neuerung auf große Begeisterung. „Das ist Respekt vor unserer Technikgeschichte“, sagte ein Mitglied des Simson-Club Magdeburg bei einer Probefahrt. „Diese Mopeds waren robust – jetzt dürfen sie endlich auch flott sein.“
Quellen: MDR – Nachrichten