Der Sommer 2026 wird in Thüringen als einer der heißesten und trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichtsbücher eingehen. Laut Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lag die Durchschnittstemperatur im Bundesland um 2,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Zahlreiche Tage überschritten die 30-Grad-Marke, besonders im Juli und August, was zu einer extremen Hitzelast führte.
Die anhaltende Trockenheit belastete die Landwirtschaft schwer. Viele Ackerbauern berichteten von massiven Ernteausfällen, insbesondere bei Getreide und Raps. Auch die Forstwirtschaft kämpft weiter mit den Folgen der Dürre, die bereits in den Vorjahren begonnen hatte. Böden sind ausgelaugt, Bäume zeigen nach wie vor Schwächephasen, und die Gefahr von Waldbränden blieb auch im August hoch.
Neben den ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen sorgte die Hitzewelle auch für gesundheitliche Belastungen. Die Zahl der Hitzetoten stieg im Vergleich zu den Vorjahren deutlich an, besonders bei älteren Menschen in ländlichen Regionen. Expert:innen warnen vor wiederkehrenden Extremjahren und fordern eine stärkere Anpassung der Infrastruktur und Landwirtschaft an den Klimawandel.
Quellen: MDR – Nachrichten