Am Flughafen Leipzig/Halle kam es vergangene Woche zu einem schweren Sicherheitsvorfall, als eine Drohne mit Sprengstoffanhängsel entdeckt wurde. Nun reagiert Russland erstmals offiziell auf den Zwischenfall. Die russische Botschaft in Berlin bezeichnete den Vorfall als „hastig zusammengezimmerte Provokation“, die offenbar ukrainischen Kreisen dienen solle. Hybride Angriffe gegen kritische Infrastruktur in Deutschland würden seitens Russland nicht stattfinden, heißt es in der Erklärung.
Ermittler und Bundesbehörden haben bislang keine konkrete Tätergruppe benannt, doch Expertenkreise sehen Hintergründe im Kontext des Ukraine-Konflikts. Der Flughafen Leipzig/Halle gilt als zentraler Logistikdrehpunkt für Frachtflüge – unter anderem für militärische Gütertransporte in Richtung Osteuropa. Ein Crew-Mitglied eines betroffenen Frachtflugzeugs berichtete gegenüber ZDF frontal, dass Munitionstransporte möglicherweise das Ziel gewesen seien.
Die Bundesregierung hält sich bisher mit öffentlichen Schuldzuweisungen zurück. Dennoch sorgt der Vorfall für erhöhte Alarmbereitschaft bei kritischen Infrastrukturen. Nur zwei Tage nach dem Leipziger Zwischenfall wurden auch über einem Bundeswehrstützpunkt in Mechernich (NRW) zwei unbekannte Drohnen gesichtet, was die Debatte über hybride Bedrohungen weiter verschärft.
Quellen: ntv – Nachrichten, T-Online Nachrichten, Der Tagesspiegel, Welt Online, ZDF Heute – Nachrichten