An einem Umspannwerk mit Hochspannungsleitungen nahe Jänschwalde, direkt an der Grenze zu Brandenburg, hat die Polizei am Montagvormittag eine Sprengvorrichtung sichergestellt und kontrolliert entschärft. Der Fundort liegt in unmittelbarer Nähe zum Kraftwerk Jänschwalde, einem der größten Braunkohlekraftwerke Ostdeutschlands.
Wie Behörden vor Ort bestätigten, wurde die Vorrichtung durch einen Wachdienst entdeckt, woraufhin Spezialkräfte der Sächsischen Polizei alarmiert wurden. Die genaue Bauweise und das explosive Material werden nun forensisch untersucht. Ob es sich um einen Sabotageakt handelt, ist noch nicht abschließend geklärt.
Derzeit deuten keine Hinweise auf eine konkrete terroristische Bedrohungslage hin, dennoch wurde die Sicherheitslage an kritischen Infrastrukturen in der Region vorübergehend erhöht. Experten warnen seit Jahren vor Angriffen auf Energienetze, insbesondere im Kontext politisch motivierter Aktionen.
Das Umspannwerk spielt eine zentrale Rolle für die regionale Stromverteilung. Glücklicherweise kam es zu keinem Versorgungsengpass. Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Bautzen gemeinsam mit dem Landeskriminalamt.
Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 01.09.2026 12:14)