Klein, süß, unterschätzt – so beschreibt Niklas Kaftan seine Heimatstadt Gera. Der 23-Jährige hat sich entschieden, nach dem Bachelor in seiner Heimat zu bleiben und für den Master zu pendeln. „Wegziehen kommt für mich nicht infrage“, sagt er. Gera, lange als strukturschwach galt, gewinnt zunehmend an Attraktivität für Studierende.
Der neue Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften bringt frischen Schwung. Moderne Labore, Kooperationen mit regionalen Unternehmen und ein engagiertes Dozententeam locken junge Talente. Günstige WG-Zimmer – oft unter 250 Euro warm – sind ein weiterer Pluspunkt im Vergleich zu überfüllten Großstädten. „Man hat hier Platz zum Atmen, zum Lernen, zum Leben“, sagt Kaftan.
Doch es ist nicht nur der Campus, der überzeugt. Die Innenstadt zeigt sich zunehmend lebendig: Kleine Kneipen, kulturelle Initiativen und ein wachsendes Gastronomie-Angebot prägen das Stadtbild. Auch die Nahverkehrsanbindung nach Jena und Leipzig wird verbessert. Gera setzt auf ein neues Selbstbewusstsein – und gewinnt damit langsam, aber sicher an wissenschaftlichem Profil und Lebensqualität.
Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen