Tausende in Halle und Leipzig protestieren gegen Rechtsextremismus nach AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt

In der sachsen-anhaltinischen Großstadt Halle sowie in der benachbarten Leipziger Nachbarregion sind am Freitag, 12. September 2026, Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Die Demonstrationen folgten direkt auf den Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und waren eingebettet in eine bundesweite Protestwelle, die an mehr als 20 Standorten in Deutschland stattfand.

So beteiligten sich allein in Leipzig mehrere tausend Menschen an einer Kundgebung, die von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Gewerkschaften und parteinahen Initiativen organisiert wurde. In Halle fand parallel der Christopher Street Day (CSD) statt, bei dem Tausende für Toleranz, sexuelle Vielfalt und demokratische Werte demonstrierten. Auf der Bühne betonte die BSW-Kandidatin deutlich: „Wir gehen nicht in Koalitionsgespräche mit der AfD.“ Die Stimmung auf dem CSD war dabei geprägt von Solidarität, aber auch von politischer Anspannung angesichts der neuen Lage.

Die Proteste in Sachsen-Anhalt und den angrenzenden Regionen zeigen, wie stark die gesellschaftliche Mobilisierung gegen rechtspopulistische Entwicklungen ist. Viele Demonstrant:innen forderten nicht nur ein klares Bekenntnis zu demokratischen Grundwerten, sondern auch konkrete politische Konsequenzen – darunter lautere Rufe nach einem Verbotsverfahren gegen die AfD, falls diese in Sachsen-Anhalt eine Regierung bilden sollte und verfassungswidrige Politik betreibe.

Quellen: MDR – Nachrichten, Welt Online