Der US-Elektroautokonzern Tesla plant einen weiteren Ausbau seines Standorts in Grünheide bei Berlin. Wie aus Branchenkreisen bekannt wurde, soll am brandenburgischen Werk künftig auch die Produktion von Batteriezellen aufgebaut werden. Damit würde Tesla unabhängiger von externen Lieferanten und könnte die Wertschöpfungskette vor Ort stärker kontrollieren. Das Vorhaben gilt als riskante, aber strategisch wichtige Wette von Unternehmer Elon Musk, der weiter auf Expansion in Deutschland setzt – während traditionelle deutsche Autohersteller ihre Investitionen reduzieren.
Die neue Fertigungsanlage soll nach Unternehmensangaben auf Basis der 4680-Zellen-Technologie arbeiten, die Tesla selbst entwickelt hat. Diese Zellen versprechen höhere Reichweiten, schnellere Ladezeiten und günstigere Produktionskosten. Noch ist unklar, wann die Serienproduktion beginnen wird, erste Testläufe könnten jedoch noch in diesem Jahr starten. Die Entscheidung, die Zellen direkt in Brandenburg herzustellen, unterstreicht die Bedeutung des Standorts für Teslas europäische Strategie.
Die brandenburgische Landesregierung begrüßte die Pläne und sieht darin eine Bestätigung für die Innovationskraft der Region. „Grünheide entwickelt sich zunehmend zum technologischen Herzstück der Elektromobilität in Europa“, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Gleichzeitig wird weiter über mögliche Umweltauswirkungen und den Wasserverbrauch diskutiert, der bereits in der Vergangenheit für Kritik sorgte. Tesla betont, dass alle neuen Projekte nachhaltig und im Einklang mit den lokalen Ressourcen konzipiert seien.
Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen