Der thüringische Gebäudetechnik-Dienstleister Thor steckt in schweren wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Unternehmen hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Betroffen sind rund 800 Beschäftigte an den vier Standorten im Freistaat. Die genauen Standorte wurden bisher nicht genannt, jedoch wird vermutet, dass sich diese in den größeren Ballungsräumen wie Erfurt, Jena oder Gera befinden.
Thor, das bundesweit tätig ist und Dienstleistungen in den Bereichen Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik anbietet, sieht sich mit massiven wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Die Insolvenz in Eigenregie soll nun eine Sanierung ermöglichen, ohne dass die Betriebe sofort stillgelegt werden. Dennoch herrscht bei den Beschäftigten Unsicherheit über die Zukunft ihrer Arbeitsplätze.
Die thüringische Wirtschaftsministerin zeigte sich besorgt über die Entwicklung und kündigte an, im Rahmen der Möglichkeiten unterstützend tätig zu werden. „Ein Unternehmen mit 800 Mitarbeitern ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Wir werden gemeinsam mit den betroffenen Parteien nach Lösungen suchen“, erklärte sie. Die Gewerkschaften fordern Transparenz und rufen die Gläubiger, Betriebsräte und politischen Verantwortlichen auf, alles zu tun, um Arbeitsplätze zu sichern.
Quellen: MDR – Nachrichten