Thüringens Sozialministerin warnt vor Kürzung des Unterhaltsvorschusses

Thüringens Sozialministerin Heike Schenk (SPD) hat klar Stellung gegen geplante Bundeskürzungen beim Unterhaltsvorschuss bezogen. Im Jahr 2025 flossen allein in Thüringen mehr als 86 Millionen Euro in diese Leistung, die Kinder und Jugendliche unterstützt, deren Elternteil den Unterhalt nicht zahlt. Besonders betroffen wären nun Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren, für die eine Kürzung des Vorschusses diskutiert wird.

Schenk betonte, dass solche Einschnitte vor allem Kinder aus finanziell schwachen Haushalten treffen würden. „Wir reden hier nicht über Luxus, sondern über grundlegende Unterstützung – für Schulmaterialien, Bekleidung oder Freizeitangebote“, so die Ministerin. Eine Kürzung würde somit die Armutsrisiken für junge Menschen erhöhen und gegen die Ziele der Kinderarmut-Prävention verstoßen.

Die Landesregierung setzt sich daher auf Bundesebene für den Erhalt der vollen Leistung ein. Schenk warnte davor, dass Einsparungen auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen nicht verantwortbar seien. „Der Unterhaltsvorschuss ist eine wichtige Säule der sozialen Sicherung in Thüringen“, so Schenk. Die Debatte wirft auch die Frage auf, ob sich andere Bundesländer Thüringen anschließen werden, um gemeinsam gegen die geplante Maßnahme vorzugehen.

Quellen: MDR – Nachrichten