Tödliches Unwetter in Karlsruhe: Baum fällt auf Radfahrer

Schwere Unwetter mit heftigen Gewittern, Starkregen und Hagel haben am Donnerstagmorgen große Teile Baden-Württembergs heimgesucht. In Karlsruhe kam es zu einem tödlichen Vorfall: Nach Angaben der Polizei wurde ein Radfahrer in der Innenstadt von einem während eines Gewitters umstürzenden Baum erschlagen. Der Vorfall ereignete sich gegen 9 Uhr morgens, als heftige Böen zahlreiche Bäume entwurzelten und Dächer beschädigten.

Neben umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Kellern meldeten Feuerwehren in mehreren Städten des Landes Dutzende Einsätze. Besonders betroffen waren die Regionen um Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg. Die Feuerwehr rückte zu über 200 Einsätzen aus, darunter umgestürzte Bäume, beschädigte Gebäude und überflutete Straßen. Verkehrsbehinderungen waren vor allem auf Autobahnen wie der A5 und A8 die Folge.

Die Wetterdienste hatten bereits am Vormittag vor extremen Gewittern mit Windböen bis zu Sturmstärke gewarnt. Die Unwetterfront zog von Frankreich kommend über das Rheintal und erreichte im Laufe des Vormittags auch das obere Neckartal. Meteorologen sprechen von einer sogenannten „Kaskade von Konvektionsereignissen“, die tiefkühlere Luftmassen mit extremer Feuchte kombinierten – eine Wetterlage, die zunehmend an Häufigkeit gewinnt.

Die Landesregierung in Stuttgart rief zur Vorsicht auf. „Wir erleben heute Extremwetter mit tödlichen Folgen. Die Bürgerinnen und Bürger sollten sich bei Gewitterwarnungen unbedingt in Sicherheit bringen“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Folgen des Unwetters werden nun von kommunalen Behörden dokumentiert, um mögliche Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

Quellen: FAZ Online, ZDF Heute – Nachrichten