Im Greifswalder Bodden, einem Teil der Ostsee vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, wurde kürzlich ein toter Wal entdeckt. Das Tier wurde von Anwohnern gesichtet, die zunächst hofften, es sei noch lebendig. Nun soll eine Expertin den Fund begutachten, um die Art des Wals sowie die Todesursache zu bestimmen. Der Vorfall erinnert an den Tod des Buckelwals „Timmy“, der erst vor einigen Wochen in der Ostsee verendete.
Schwerins Umweltminister Till Backhaus zeigte sich angesichts der erneuten Meldung „betrübt“. In einer Stellungnahme betonte er, dass solche Vorkommnisse besondere Aufmerksamkeit verdienten und die Notwendigkeit verstärkter Meeresüberwachung unterstrichen. Der Greifswalder Bodden gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und ist ein sensibles Ökosystem, das Schutz und sorgfältige Beobachtung erfordert.
Die genauen Umstände des Todes sind noch unklar. Denkbar sind Kollisionen mit Schiffen, Krankheiten oder die Aufnahme von Plastikmüll. Die zuständigen Behörden haben angekündigt, eine Obduktion vornehmen zu lassen. Gleichzeitig ruft das Umweltministerium die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Sichtungen in der Ostsee umgehend zu melden, um schneller reagieren zu können.
Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel