Brandenburgs Verkehrsminister Andreas Crumbach hat erneut eindringlich vor den Folgen steigender Trassenpreise im Schienenpersonennahverkehr gewarnt. Die kontinuierliche Erhöhung der Entgelte, die Bahninfrastrukturbetreiber wie die Deutsche Bahn von Nahverkehrsunternehmen verlangen, belaste das Finanzmodell des Deutschlandtickets erheblich.
Crumbach fordert konkrete Gespräche mit dem neuen Bundesverkehrsminister Volker Bilger, um eine nachhaltige Finanzierung des günstigen 49-Euro-Tickets sicherzustellen. „Wenn die Trassenkosten weiter unkontrolliert steigen, wird das Deutschlandticket nicht mehr finanzierbar sein“, betonte der Minister. Besonders ländliche Regionen in Brandenburg, wo der ÖPNV auf stabile Förderstrukturen angewiesen ist, seien davon besonders betroffen.
Das Land Brandenburg setzt sich seit Langem für eine Regulierung der Trassenpreise ein und plädiert dafür, dass diese nicht allein marktwirtschaftlichen Prinzipien folgen sollten. Stattdessen müsse der öffentliche Auftrag im Vordergrund stehen: bezahlbarer und klimafreundlicher Nahverkehr für alle Bürgerinnen und Bürger. Ohne bundesweite Lösungen drohten Preiserhöhungen oder Leistungskürzungen – mit negativen Auswirkungen auf die Mobilitätswende.
Quellen: Der Tagesspiegel