Ein schwerer Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew hat auch ein deutsches Unternehmen aus Baden-Württemberg getroffen. Wie Liqui Moly, der weltweit bekannte Schmierstoffspezialist mit Hauptsitz in Ulm, mitteilt, wurde eines seiner Lager in Kiew bei dem Angriff zerstört. Durch den anschließenden Brand sei der gesamte Lagerbestand verloren gegangen.
Das Unternehmen betont, dass glücklicherweise niemand verletzt wurde. Die betroffenen Mitarbeiter seien rechtzeitig evakuiert worden. Dennoch entstand nach vorläufigen Schätzungen ein niedriger Millionenbetrag an Sachschaden. Liqui Moly betreibt in der Ukraine seit mehreren Jahren Geschäftsaktivitäten und unterstützt zudem humanitäre Hilfsprojekte vor Ort.
Die Ulmer Unternehmensführung verurteilte den Angriff scharf: „Dieser Krieg trifft nicht nur Menschen, sondern auch die Infrastruktur internationaler Zusammenarbeit.“ Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, die Versorgung ukrainischer Partner über alternative Logistikrouten fortzusetzen. In Ulm selbst wird der Vorfall die Diskussion über die Risiken globaler Präsenz in Krisengebieten weiter anheizen.
Quellen: Süddeutsche Zeitung