Das sächsische Kultusministerium verzeichnet eine erfreuliche Entwicklung beim Unterrichtsausfall an Schulen: Demnach sei im vergangenen Schuljahr ein Rückgang um elf Prozent verzeichnet worden. Diese Verbesserung werde unter anderem auf personelle Aufstockungen und bessere Einsatzplanung von Lehrkräften zurückgeführt.
Trotz dieser positiven Bilanz äußert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Skepsis. Sie befürchtet, dass das Problem lediglich verschoben werde – etwa durch den verstärkten Einsatz von Vertretungslehrern oder die Umverteilung von Unterrichtsstunden auf andere Fächer. Zudem bleibe die Belastung für das Lehrpersonal hoch, insbesondere in strukturschwachen Regionen des Freistaates.
Das Ministerium betont, dass weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Schulbetriebs geplant seien, darunter die verstärkte Digitalisierung und die Anwerbung von Quereinsteigern. Langfristig solle so die Unterrichtsversorgung auch in ländlichen Gebieten sichergestellt werden. Die GEW fordert jedoch strukturelle Reformen, um die Lehrkräfteknappheit dauerhaft zu bekämpfen.
Quellen: MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland