Unwetter in Thüringen: Aufräumarbeiten nach Tornado in Ohrdruf und Georgenthal

Im Anschluss an das schwere Unwetter, das am Mittwochabend über Thüringen hinwegfegte, stehen in mehreren Gemeinden die Aufräumarbeiten an. Meteorologen sprechen von einem Tornado, der für erhebliche Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und landwirtschaftlichen Flächen sorgte. Besonders betroffen sind die Orte Ohrdruf und Georgenthal im Landkreis Gotha sowie Teile des Ilmkreises.

Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und freiwillige Helfer sind seit Donnerstagmorgen im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen, beschädigte Dächer zu sichern und Stromleitungen freizulegen. In einigen Straßen musste der Verkehr vorübergehend gesperrt werden. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand, was den Behörden zufolge einem glücklichen Zufall geschuldet ist.

„Die Schäden sind erheblich, aber wir haben zum Glück keine Personenschäden“, sagte ein Sprecher des Landkreises Gotha. In Ohrdruf wurden mehrere Hallendächer abgedeckt, landwirtschaftliche Maschinen umgeworfen und Fensterfronten eingeschlagen. Auch im Ilmkreis berichten Kommunen von umgestürzten Bäumen auf Straßen und Schäden an öffentlichen Gebäuden.

Die Wetterdienste hatten vorhergesagt, dass die Unwetterfront besonders im Westen und Norden Thüringens heftige Auswirkungen haben könnte. Der Tornado war Teil eines größeren Gewittersystems, das sich von Nordhessen über Thüringen bis nach Sachsen-Anhalt zog. Experten erwarten, dass die Schadensbilanz in den kommenden Tagen weiter ansteigt, sobald alle betroffenen Gebiete vollständig begutachtet wurden.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 21.08.2026 13:08), MDR – Nachrichten (DE, 21.08.2026 11:21)