In Dessau-Roßlau ist eine Familie Opfer eines vermeintlichen Reisebetrugs geworden. Sie buchte über eine Online-Plattform eine Pauschalreise in die Türkei und überwies den vollen Reisepreis von mehr als 2.000 Euro an einen bislang unbekannten Anbieter. Kurze Zeit später war der Dienstleister nicht mehr erreichbar – weder telefonisch noch über die Website.
Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt bestätigte den Vorfall und warnt vor unseriösen Reiseveranstaltern, die insbesondere über soziale Medien oder günstige Preisvergleichsseiten auf sich aufmerksam machen. „Besonders bei extrem günstigen Angeboten sollten Verbraucher skeptisch sein“, so eine Sprecherin. Wichtige Sicherheitsmerkmale wie die Pauschalreisesicherungsscheinnummer oder eine eingetragene Geschäftsadresse fehlten bei vielen dieser Anbieter.
Verbraucher werden dazu geraten, nur über geprüfte und etablierte Reiseveranstalter zu buchen, die gesetzlich verpflichtet sind, Absicherungen für Zahlungen vorzunehmen. Zudem empfiehlt sich die Buchung über Kreditkarte, da diese oft zusätzlichen Zahlungsschutz bietet. Die Verbraucherzentrale prüft derzeit, ob weitere Fälle aus Sachsen-Anhalt vorliegen, und arbeitet eng mit den zuständigen Ordnungsbehörden zusammen.
Quellen: MDR – Nachrichten