Verfassungsschutz warnt: Mann aus Moldau soll Rüstungsfirma in München mit Drohne ausspioniert haben

Im Zentrum Münchens hat die Generalstaatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Spionageverdachts eingeleitet, nachdem eine Drohne über dem Gelände eines namhaften Rüstungsunternehmens gesichtet wurde. Wie mehrere Ermittlungsbehörden bestätigten, wurde der Verdächtige kurz darauf in der bayerischen Landeshauptstadt festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen den 37-Jährigen aus Moldau, der unter schwerem Verdacht steht, gezielt industrielle oder militärische Anlagen ausgekundschaftet zu haben.

Das Unternehmen, dessen Namen offiziell nicht genannt wird, beschäftigt sich mit der Entwicklung und Produktion von sicherheitsrelevanten Technologien. Die Drohne wurde demnach mehrfach in sensiblen Bereichen des Firmengeländes lokalisiert, was eine sofortige Alarmreaktion der Sicherheitskräfte auslöste. Der Verfassungsschutz Bayern stuft den Vorfall als ernste Bedrohung für die nationale Sicherheit ein und vermutet, dass ausländische Geheimdienste hinter dem Einsatz stehen könnten.

Die Staatsanwaltschaft betont, dass es sich um einen besonders schweren Fall des Landesverrats handeln könnte. Der Mann soll über technische Ausrüstung verfügt haben, die eine hochauflösende Aufklärung ermöglichte. Die Ermittlungen laufen unter höchster Geheimhaltung. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) äußerte sich besorgt über die Entwicklung und kündigte verstärkte Überwachungsmaßnahmen rund um kritische Infrastrukturen in Bayern an.

Quellen: ntv – Nachrichten, Welt Online, T-Online Nachrichten