Ein Zufallsfund in Hamburg hat unter Oldtimer-Enthusiasten für Furore gesorgt: Ein Hamburger Porsche-Spezialist kaufte kürzlich einen 993 Turbo ohne vorherige Besichtigung – und machte dabei eine Entdeckung, die in der Automobilwelt Seltenheitswert hat. Beim geplanten Umbau des Fahrzeugs entdeckten Mechaniker unter mehreren späteren Lackierungen eine ursprüngliche Farbgebung, die auf eines der seltensten Exemplare der 911-Generation hindeutet – den sogenannten „blauen Mauritius“ unter den Porsche 993.
Dieser besondere 993 Turbo wurde in den 1990er Jahren in einer extrem limitierten Sonderedition produziert und war lange als verschollen oder gar zerstört geglaubt. Die spezifische Kombination aus Farbe, Interieur und Seriennummer machte das Fahrzeug für Experten binnen Sekunden als Rarität erkennbar. In der Szene gilt der „blauen Mauritius“ als Heiliger Gral – benannt nach der seltenen Briefmarke, die ähnlich wertvoll und begehrt ist.
Der Hamburger Händler, der nicht namentlich genannt werden möchte, bestätigte, dass das Fahrzeug nun einer fachgerechten Restaurierung unterzogen wird. Gleichzeitig laufen bereits Interessensbekundungen aus aller Welt. Experten schätzen den Wiederbeschaffungswert auf mehrere Millionen Euro. Die Entdeckung unterstreicht einmal mehr Hamburgs Rolle als Zentrum für hochwertige Automobilpflege und Oldtimer-Kompetenz.
Die Geschichte des Fahrzeugs ist bislang nur lückenhaft dokumentiert. Es wird vermutet, dass es nach seiner Erstzulassung in Deutschland über Umwege ins Ausland gelangte, wo es mehrfach umlackiert und modifiziert wurde – bis es nun zufällig nach Hamburg zurückkehrte. Die Entdeckung wird in Fachkreisen als Glücksfall und Meilenstein der Automobilgeschichte gefeiert.
Quellen: Welt Online