Am Samstag verwandelt sich die Neiße in Görlitz wieder in eine ungewöhnliche Regattastrecke: Bei der jährlichen Waschtrog-Regatta treten bunt befestigte Konstruktionen aus Styropor, Plastikrohren und improvisierten Rudern gegeneinander an. Das Spektakel ist fester Bestandteil des Altstadtfestes und zieht jedes Jahr zahlreiche Zuschauer an die Uferpromenade.
Zwei Görlitzerinnen haben für dieses Jahr ein besonders kreatives Boot gebaut – aus recycelten Materialien und viel handwerklichem Geschick. Ob es den Belastungen der Fahrt standhält, entscheidet sich erst im Wasser. Die Teilnehmer setzen auf Leichtigkeit, Aerodynamik und oft auch humorvolles Design, um sowohl beim Tempo als auch beim Publikumslauf zu punkten.
Die Veranstaltung verbindet Spaß mit lokalem Brauchtum und fördert die Gemeinschaft unter den Anwohnern. Neben der eigentlichen Regatta gibt es Musik, lokale Speisen und Familienprogramm entlang der Neiße. Die Organisatoren betonen, dass Sicherheit oberste Priorität habe – alle Boote müssen vorab geprüft werden, und Schwimmwesten sind Pflicht.
Die Waschtrog-Regatta hat sich seit ihrer Einführung zu einem beliebten Highlight entwickelt, das nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen aus der Region und dem benachbarten Polen anzieht. Sie steht symbolisch für die lebendige Kulturlandschaft Sachsens jenseits großer Metropolen.
Quellen: MDR – Nachrichten