Wasserqualität am Stechlinsee verbessert sich weiter

Der Stechlinsee im Landkreis Oberhavel, der tiefste See Brandenburgs, zeigt erneut positive ökologische Trends: Nach einem Anstieg des Phosphorgehalts in den vergangenen Jahren hat sich die Wasserqualität laut aktuellen Messungen weiter verbessert. Die klare Sichttiefe, für die der See deutschlandweit bekannt ist, nimmt wieder zu – ein Zeichen für sinkende Algenbildung und eine gesündere Seenstruktur.

Der See liegt im Biosphärenreservat Stechlin-Ruppiner Land, das durch seine alten Buchenwälder und intakten Auenlandschaften europäisches Schutzgebiet ist. Experten führen die Verbesserung auf konsequente Maßnahmen zurück, darunter die Reduzierung von landwirtschaftlichem Abfluss, die Sanierung von Kläranlagen in der Region sowie die Begrenzung touristischer Belastungen im Uferbereich.

Jährlich besuchen Tausende Badegäste und Naturfreunde den Stechlinsee, der auch als Forschungsstandort der Leibniz-Institute für Gewässerbiologie und Binnenfischerei dient. Die aktuelle Entwicklung wird als Erfolg langfristiger Naturschutzstrategien gewertet. Umweltministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) betonte kürzlich, dass die Wiederherstellung empfindlicher Ökosysteme Geduld erfordere – der Stechlinsee sei ein Leuchtturmprojekt für ganz Ostdeutschland.

Quellen: Der Tagesspiegel