Auf der Münchner Theresienwiese bereiten sich die Betreiber traditioneller Fahrgeschäfte jedes Jahr auf Millionen von Besuchern vor – doch in diesem Jahr sorgt ein Detail für Diskussionen: das Design der Figuren am »Teufelsrad«. Die ursprünglich dargestellten Frauenfiguren trugen kurze Röcke, tief ausgeschnittene Oberteile und keine Schuhe – ein Bild, das bei mehreren Stellen der Münchner Stadtverwaltung auf Kritik stieß.
Als Reaktion auf die Vorwürfe, das Design verstärke geschlechterstereotype Klischees, entschied sich die Betreiberin, die Figuren nachzubessern. Die neuen Versionen zeigen deutlich zurückhaltendere Outfits: längere Kleidung, bedeckte Schultern und Schuhwerk. Die Änderungen wurden bereits vor Saisonstart vorgenommen, um mögliche Empörung im Vorfeld der Wiesn abzuwenden.
Das Teufelsrad gilt als eines der ältesten und beliebtesten Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest. Während viele Besucher nostalgische Aspekte schätzen, nimmt die Stadt München zunehmend Einfluss auf die Gestaltung öffentlicher Attraktionen hinsichtlich gesellschaftlicher Standards. Dieser Fall zeigt, wie kulturelle Traditionen mit modernen Gleichstellungsdebatten in Dialog treten – auch in Bayerns traditionsbewusstem Herzen.
Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen (DE, 28.08.2026 17:09)