Ein türkischer Journalist ist am Mittwochmorgen in München vorübergehend festgenommen worden, nachdem er über einen angeblichen Wechsel des Bayern-München-Stars Jamal Musiala zum türkischen Erstligisten Beşiktaş Istanbul berichtet hatte. Der Artikel, der auf Spekulationen basierte und keine belastbaren Quellen vorlegte, sorgte bei dem Münchner Traditionsverein für Empörung. Der FC Bayern leitete rechtliche Schritte wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts und Verbreitung falscher Tatsachen ein.
Die Münchner Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Journalist vorübergehend in Gewahrsam genommen wurde, um die Herkunft und Verbreitung der Informationen zu klären. Laut Ermittlern verstößt die Verbreitung unwahrer, aber als Tatsachen präsentierter Berichte gegen geltendes deutsches Recht, insbesondere wenn sie geeignet sind, das Ansehen einer Person zu schädigen. Musiala selbst hat bisher keine Stellungnahme abgegeben, ebenso wenig wie der FC Bayern offiziell.
Der Vorfall zeigt, wie empfindlich Münchner Sportkreise auf Berichte reagieren, die als haltlos oder schädlich eingestuft werden. Der FC Bayern gilt als einer der juristisch aktivsten Klubs in Deutschland, wenn es um die mediale Darstellung seiner Spieler geht. Die Diskussion über die Grenzen journalistischer Berichterstattung im Sport wird durch diesen Fall erneut angeheizt – besonders im sensiblen Umfeld von Transferrumoren.
Quellen: ntv – Nachrichten