Der Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg gerät trotz gestiegener Genehmigungszahlen ins Stocken. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, machen aktuell niedrige Strompreise vielen Projektentwicklern das Planen unmöglich. Zwar seien in den vergangenen Monaten zahlreiche Windräder im Südwesten genehmigt worden, doch ohne wirtschaftliche Perspektive könnten diese Projekte nicht umgesetzt werden.
Baden-Württemberg und Bayern gelten als Regionen mit vergleichsweise geringer Windkraft-Dichte im deutschen Vergleich. Gleichzeitig steigt hier der Strombedarf – nicht zuletzt durch die Elektromobilität und die Industrie. Die Bundesregierung setzt auf eine stärkere regionale Stromproduktion, um Transportverluste über weite Distanzen zu vermeiden. Doch die volatilen Strommärkte erschweren langfristige Investitionsentscheidungen.
Kritiker verweisen darauf, dass fehlende Preisgarantien und unklare Fördermechanismen die Entwicklung behindern. Ohne verlässliche Rahmenbedingungen werde der Süden weiter auf Importe aus windstarken Regionen im Norden angewiesen bleiben. Experten fordern daher Anpassungen im EEG und modifizierte Ausschreibungsmodelle, um auch im südlichen Deutschland eine flächendeckende Energiewende zu ermöglichen.
Quellen: FAZ Online