In der Nacht zum Samstag ist es in Berlin-Lichtenrade zu einem tödlichen Wohnungsbrand gekommen. Im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses brach gegen 5 Uhr morgens ein Feuer aus, das schnell auf angrenzende Räume übergriff. Die Berliner Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen an und konnte die schwer verletzte Bewohnerin ins Freie retten. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag die Frau noch am Tatort ihren Verletzungen.
Zeugen berichteten von dichtem Rauch, der sich durch das Treppenhaus zog. Nachbarn wurden evakuiert, um eine Gefährdung weiterer Personen auszuschließen. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen – nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte ein technischer Defekt die Ursache gewesen sein. Eine endgültige Klärung soll durch die Brandursachenermittlung erfolgen.
Die Feuerwehr Berlin betont, dass die schnelle Alarmierung durch automatische Rauchmelder möglicherweise weitere Opfer verhindert hat. Dennoch stellt der Vorfall die Stadt erneut vor die Frage nach der flächendeckenden Installation von Rauchwarnmeldern in Altbauten. In Berlin ist deren Pflicht seit Jahren gesetzlich vorgeschrieben, doch Kontrollen bleiben lückenhaft. Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg sprach von einer „tragischen Erinnerung an die tödliche Wirkung von Wohnungsbränden“ und kündigte an, die Präventionskampagnen verstärken zu wollen.
Quellen: Der Tagesspiegel